Zuckerarten

"Zucker" ist ein Sammelbegriff und wird für industriell hergestellten Haushaltszucker als auch für natürliche Glukose, Traubenzucker, Fructose. Laktose, Saccharaose  eingesetzt. Beim Zucker muss unterschieden werden zwischen der Art und damit der Abbau- und Speichermöglichkeit für den Körper und der Süßkraft (ein Bezugswert zur Saccharose, mit dem Wert 1).

Beim chemischen Aufbau wird die Form unterschieden z.B. Monosaccharide, Disaccharide u.s.f. bis Polysaccharide, die etwas über die Anzahl der Zuckermoleküle aussagt und den Inhalt, der über den Aufbau einzelner Zuckermoleküle (z.B. Glukose, Fruktose) Auskunft gibt.

Beispiel: Kristallzucker (Saccharose) ist ein Disaccharid. D.h. darin haben sich zwei unterschiedliche Moleküle verbunden - soweit zur Form. Inhaltlich besteht Kristallzucker zu gleichen Teilen an Glukose und Fruktose.

Beim Abbau von Kohlehydraten (z.B. in der Stärke von Brot, Getreide, Nudeln, Reis) entsteht Glukose (andere Bezeichnung Traubenzucker, ein Monosaccharid), die als Energiespeicher direkt in den Blutkreislauf gelangt und verbraucht wird oder zur späteren Nutzung mit Insulin in die Zellen transportiert und gespeichert wird. Glukose hat nur 70 % der Süßkraft von Saccharose.

"Blutzucker" bezeichnet den Anteil von Glukose, der im Blut "umherschwimmt" und zur sofortigen Nutzung zur Verfügung steht.

Fruktose (Fruchtzucker, ein Monosaccharid) findet sich vor allem in Obst, Trauben, einigen Wurzeln und Honig. Fruktose hat einen anderen chemischen Aufbau als Glucose und wird langsamer abgebaut. Die Sußkraft liegt 40 % über der der Saccharose.

Laktose (Milchzucker, ein Disaccharid bestehend aus Glukose und Galaktose) ist in Milch enthalten und der erste Zucker, den die meisten Menschen als erstes geschmeckt haben. Er ist Bestandteil der Muttermilch, hat jedoch nur 25 % der Süßkraft von Saccharose. (Wie war das mit der angeborenen Süßpräferenz? Das macht das Süße nicht ganz so süß.)

Maltose (Malzzucker, Disaccharid aus 2 Glukosemolekülen) entsteht beim Abbau von Stärke und bei der Verdauung. Sie wird auch aus gekeimter Gerste gewonnen. Maltose ist vergärbarer Zucker, kann also zu Alkohol vergärt werden. Maltose hat nur 36 %  der Süßkraft von Saccharose.